KITZINGEN 32 ha in Warteschleife

Keine Chance für Wohnungssuchende
Keine Chance für Wohnungssuchende

so titelte die Main Post am 6.8.2013
Nach Konversions-„Gipfel“: Stadt Kitzingen will Marshall Heights-Verkauf erst 2014
Die 32 Hektar große Wohnsiedlung Marshall Heights soll nach dem Willen der Stadt Kitzingen erst 2014 – im ersten Quartal – auf dem Immobilienmarkt angeboten werden. Diese Forderung sei beim Konversions-Gipfeltreffen in München gegenüber den Vertretern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) formuliert worden, erklärte am Dienstag OB Siegfried Müller. Ob die Bima da mitspielt, ist noch ungeklärt.
Dass die Stadt vorerst beim Veräußern der letzten US-Liegenschaft (2006 waren es noch gut 400 Hektar) auf die Bremse tritt, ist laut Müller keine Verzögerungstaktik. Der Stadtrat wolle erst das Ergebnis einer Wohnraumanalyse abwarten, bevor das Gelände mit seinen 736 Wohneinheiten ins Bieterverfahren geht. Schließlich fehlten „belastbare Zahlen“ für den Wohnungsmarkt: „Wir können nicht auf der grünen Wiese Wohnungen schaffen und haben dann eine leere Innenstadt“, betonte der Oberbürgermeister.
Warten mit dem Marshall Heights-Verkauf soll die Bima bis zum Frühjahr 2014. Bis dahin erhofft sich Müller die Ergebnisse der Analyse – und auf dieser Basis Entscheidungskriterien für die Stadt als Inhaber der Planungshoheit. Wobei der OB schon mit Blick auf den Wohnungsmarkt in der Innenstadt eines feststellt: Aus seiner Sicht gibt es keinen Bestandsschutz für die gesamten Wohnungen auf dem Gelände ...

 

Der Kommentar von Renate Haass hierzu:

Nur zu, Kitzingen hat wie immer Zeit – auch bei den Marshall Heights! Erst mal dies abwarten, erst mal das abwarten, nur keine Entscheidung fällen! Nun soll die BImA bis zum Frühjahr 2014 mit dem Verkauf warten, bis angeblich das Wohnraumgutachten fertig ist. Man darf bei den langsam mahlenden Mühlen Kitzingens getrost davon ausgehen, dass das Gutachten bis dahin nicht fertig ist. Und selbst wenn – im März gibt es dann einen neuen Stadtrat/OB, wer weiß, was der dann will.
Es ist aber schon jetzt kein Geheimnis, dass die Wohnungen der Innenstadt leer stehen, weil sie den heutigen Wohnansprüchen nicht mehr genügen. Ob sich daran etwas ändern lässt, da großteils in Privatbesitz, ist fraglich. Kitzingen kann es sich offensichtlich leisten, alle Zuzugswilligen und Wohnungsuchenden an die Randgemeinden zu verlieren statt in den Marshall Heights ein attraktives Wohngebiet zu schaffen wie es die Bürgerinitiative Marshall Heights anstrebte.
Bis Kitzingen in die Pötte kommt, kann man wahrscheinlich das gesamte Areal "der Natur überlassen" (wie es die Mehrheit aus CSU, SPD, ÖDP und Teilen der UsW so  schön formuliert). Nur die BImA wird da vermutlich nicht mitspielen wollen. Um diese Behörde längere Zeit zu beschäftigen, wird der Bestandsschutz der Gebäude trotz entsprechendem Gerichtsurteil nicht akzeptiert, d.h. es läuft auf einen (u.U. langwierigen) Rechtsstreit mit der BImA hinaus. Gott sei Dank, schallt es aus den Reihen des Stadtrats, das hält dann auch die Investoren ab dort etwas zu kaufen. Und es passiert .... nix – herzlichen Glückwunsch, Sie haben Ihr Ziel erreicht.

 

 

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